“Flächenbrand” in Cottbus – und Schuld ist die AfD?!

Ein erneuter (dritter) Vorfall mit Syrern im Blechen-Carré in Cottbus:

“Ein hinlänglich bekannter 20 Jahre alter Syrer bedrängte im Beisein eines ebenfalls polizeilich bekannten 17-jährigen Landsmannes einen 25-jährigen Einkaufenden und seine beiden Begleiterinnen. Dabei bedrohte er den Mann zunächst verbal und griff sich an Gürtel und Hosenbund. So entstand der Anschein, als ob er ein Messer ziehen wollte“, berichtet Polizeisprecher Torsten Wendt.

Der Angegriffene wich zurück. Daraufhin ließen die Syrer von der Gruppe ab. Dann suchten sie sich ihr nächstes Opfer – und hatten Pech. Laut Polizeisprecher Wendt sprachen sie in aggressiver Weise einen weiteren Mann an. Diesmal gerieten sie allerdings an einen Polizeibeamten im Zivileinsatz. Gemeinsam mit der am Blechen-Carré eingesetzten Polizeistreife konnte er die beiden Männer festhalten.”

(Lausitzer Rundschau, 24.1.2018)

Die zwei Schlingel hatten vielleicht den netten Brief nicht gelesen, den ein syrischer Landsmann nur Tage zuvor, nach dem zweiten “Zwischenfall”, geschrieben hatte:

“Es tut uns sehr leid, dass zwei unserer Landsleute in Cottbus Menschen angegriffen haben. Wir bitten alle um Verzeihung und möchten deutlich machen, dass dieses Verhalten auch bei uns nicht in Ordnung ist. (…)

Liebe Syrer, liebe Flüchtlinge, wir sind hier Gäste, wir müssen die Regeln akzeptieren und Respekt haben. Deutschland hat uns aufgenommen, während unsere Nachbarländer die Türen geschlossen haben. Wir bekommen hier alles, was wir für ein neues Leben brauchen. Bitte vergesst das nicht und benehmt euch!”

(Lausitzer Rundschau, 19.1.2018)

Im Zug von Cottbus nach Dresden hat Freitag Abend ein “Flüchtling” aus dem Tschad den Fahrkartenkontrolleur mit dem Messer bedroht (Lausitzer Rundschau, 27.1.2018), Mias Tod in Kandel ist in frischer Erinnerung, in Lünen wird Leon erstochen. Das Land Hessen vermeldet, dass die Messer-Attacken nicht nur gefühlt, sondern auch tatsächlich, um 20%, zugenommen haben, und stattet seine Polizei mit Schnittschutzschals aus (HitRadio FFH, 26.1.2018).

Aber die AfD könnte einen Flächenbrand auslösen, befürchtet Brandenburgs CDU-Landeschef Ingo Senftleben dem rbb gegenüber. Die AfD. Denn:

“Er habe schon im Bundestagswahlkampf Menschen kennengelernt, die voller Hass und zum Teil gewalttätig gewesen seien”

Er spricht da von AfD- und Pegida-Anhängern, nicht von den Messerjungs.

Da wünsche ich mir tatsächlich einen Flächenbrand, einen der Vernunft.

Ein guter Kommentar zur absurden Lage von Tamara Wernli:

Germany On The Couch

Auf dem Youtube-Kanal der Achse des Guten kann man gerade ein paar ziemlich maulige Kommentare lesen. Um die 300 upvotes im Verhältnis zu 100 downvotes ist auch ungewöhnlich. Was erregt manche Gemüter so? Das Video von Orit Arfa, Dr. Orit: Three Steps to Overcoming Holocaust Guilt.

Arfa schlägt augenzwinkernd vor, statt Mahnmale zu bauen und unüberprüft hunderttausende von Fremden ins Land zu lassen, könnten die Deutschen, die unter Holocaust Schuldgefühlen leiden, doch etwas viel Einfacheres machen: Hug A Jew.

Neben vielen freundlichen Kommentaren  gibt das Manchem – wobei das bei einem Youtube-Video natürlich keine Achse-Leser sein müssen – auch das Stichwort für Empörung vor: es gibt keine Erbschuld!, Es ist doch nicht meine Schuld, was vor 70 Jahren…

Ja ja, geschenkt.

Natürlich gibt es keine Erbschuld. Behauptet Arfa doch auch nicht. Ihr Video spricht von einem Holocaust Schuldgefühl. Wer so ein Gefühl nicht empfindet, ist erstens gar nicht gemeint.

guilt

Zweitens kann man nun schwer abstreiten, dass im großen Rahmen etwas im Argen liegt, wenn unsere Medien und Politiker ungeniert den Holocaust bemühen, um politische Entscheidungen im Hier und Heute als alternativlos darzustellen.

Und zuguterletzt möchte man sich ja doch mit den schönen Aspekten der deutschen Kultur und Vergangenheit, zum Beispiel den Gebrüdern Grimm, identifizieren. Die wurden zumindest am häufigsten nach Özoguz’ Behauptung, es gäbe keine spezifisch deutsche Kultur, genannt.

Natürlich kann man auch von sich weisen, dass man als Individuum überhaupt in irgendeiner Weise mit der Vergangenheit in einem Kontinuum stehen soll. Das wäre aber keine konservative Position, sondern extremer Nihilismus, und dann soll man doch zumindest so konsequent sein und auch nichts mit den Gebrüdern Grimm zu tun haben wollen.

 

Wir bekommen eine Stadt geschenkt

Anlässlich der von Innenminister De Maizière verkündeten Zahlen von 2017, und der GroKo-Obergrenze von 220.000 (von der Schulz im Nachhinein sowieso nichts gewusst haben will), weisen momentan verschiedene Autoren darauf hin, dass 220.000 ungefähr einer neuen Großstadt pro Jahr entspricht.
Auf den Irrwitz, den dies alleine für Verwaltung und Infrastruktur bedeutet, hätte man öffentlich schon letztes Jahr, als die CSU eine Obergrenze in dieser Höhe verlangte, aufmerksam machen können. Damit, hier ein Problem zu konstatieren, ist es aber nicht getan. Es bleibt auch die Frage, was Migranten dem Land überhaupt bringen, und was diversity denn für die Menschen, die so divers zusammenleben sollen, bedeutet.

This is Fine Original

Katharina Szabo kommentiert ironisch auf der Achse des Guten:

Um den jetzigen Status quo in Sachen innere Sicherheit, Verwaltung, öffentlicher Verkehr, Wohnraum, Bildung, Gesundheitsversorgung, Straßenverkehr usw. zu erhalten und problemlos 220.000 Migranten pro Jahr nicht nur zu integrieren, sondern sie zu behausen, zu beschulen, sie zu ernähren und sie im Krankheitsfall zu versorgen, müssen wir also lediglich Folgendes tun:
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